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Der Name der Bläsergruppe ”Les Trompes des Quatre-Vents”, (die Trompes der vier Windrichtungen) wurde gewählt, weil die Bläser aus allen Windrichtungen kommen. Die Gruppe besteht aus niederländischen und deutschen Bläsern, die regelmäßige Auftritte in den Niederlanden und in Deutschland haben. Neben der Gestaltung von Konzerten und Hubertusmessen tritt die Gruppe auf Schleppjagden und “Country-fairs” sowie zur Umrahmung von unterschiedlichen jagdlichen und reiterlichen Anlässen auf.

Die “Trompe de Chasse“ ist das Jagdsignalhorn der „Chasse à courre“, der Parforcejagd zu Pferde. Die Trompe wird bis heute als traditionelles Verständigungsmittel bei der Jagd in Frankreich verwendet, da ihr Klang über mehrere Kilometer zu hören ist.
 
Die bestehende Bauart der “Trompe de Chasse” ist seit ca. 1855 unverändert.Vorläuferformen existieren etwa seit der Zeit Ludwig XIV. Der “natürliche Klang“ der „Trompe de Chasse“ ist von einer ergreifenden und anziehenden Schönheit geprägt. Mit seiner (aufgewickelten) Länge von rd. 4,52 m in der Stimmung D-dur umfaßt die Trompe eine Vielzahl von Naturtönen. Dieses Jagdhorn wird bei gesellschaftlichen Anlässen auch mit der Orgel oder Streichorchestern begleitet.
 
Im deutschsprachigen Raum wurde die “Trompe  de Chasse” eingeführt durch Anton Graf von Sporck, 1662 – 1742, der das Instrument auf seinen Reisen 1682 am französischen Hof kennenlernte. Daraufhin schickte er nach seiner Rückkehr in sei ne böhmische Heimat zwei seiner Jäger nach Versailles, die dort das Blasen des Instrumentes erlernen und später in ihrer Heimat verbreiten sollten.Von Böhmen aus gelangte sowohl die Jagd als auch das Instrument an den Habsburger Hof wie auch an den Hof Ludwigs des Starken in Sachsen und den Hof in Brandenburg.
 
Zur Zeit gibt es in Deutschland ca. 100 Trompe – Bläser, die im „FITF“, der “Fédération Internationale des Trompes de France“ organisiert sind. Die “FITF“ hat unter anderem als Zweckbestimmung die Durchführung von nationalen und internationalen Bläserwettbewerben, an denen alle Mitglieder teilnehmen können, die eine Vorprüfung, das “brevet du sonneur classé“, bestanden haben.